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Reformation im Museum: Vergleichende Analyse der Jubiläumsausstellungen 2017

Reformation im Museum: Vergleichende Analyse der Jubiläumsausstellungen 2017

Museologischer Studienkurs an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

(1.-12.10.2017)

[Please scroll down for the English version.]

2017 wird das 500. Jubiläum der Reformation gefeiert. Die Reformation ist ein zentrales Ereignis der deutschen und der europäischen Geschichte, dessen Fernwirkungen in Religion, Kunst und Kultur bis heute zu beobachten sind. Aus diesem Anlass finden mehrere  Großausstellungen in Deutschland statt, die Voraussetzungen, Transformationsprozesse und Nachleben der Reformation auf ganz unterschiedliche Weise deuten und fortschreiben.

Für Kuratoren, Museologen, (Kunst-)Historiker und Theologen ergibt sich so die noch nie dagewesene Situation, die verschiedenen Ausstellungskonzeptionen zum selben Thema mit ihren unterschiedlichen politischen und inhaltlichen Vorgaben, Schwerpunktsetzungen, Interpretationen und Gestaltungsweisen vergleichend analysieren zu können. Wird die Reformation als primär religiöses oder politisches Ereignis wahrgenommen? Wie können komplexe historische Zusammenhänge am besten veranschaulicht werden? Wie antworten die Ausstellungen auf die zunehmende Säkularisierung bzw. religiöse Radikalisierung in der modernen Gesellschaft? Welche Bedeutung wird der Reformation für die politische, kulturelle (und eventuell auch religiöse) Sinnstiftung heute zugeschrieben?

Das Thema „Jubiläumsausstellungen“ wird für die Museumskultur der Zukunft immer wichtiger, ist wissenschaftlich bislang aber noch kaum reflektiert. Der museologische Studienkurs wendet sich an den wissenschaftlichen Nachwuchs der Kuratorenszene sowie an (Kunst-)Historiker/innen und Theolog/inn/en, denen an der Vermittlung und Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse gelegen ist. Unter Beteiligung renommierter Expert/inn/en aus Wissenschaft und Museum sollen die Ausstellungsprofile der Jubiläumsschauen in Berlin, Coburg, Nürnberg, Wittenberg und auf der Wartburg kritisch untersucht und Kriterien für die erfolgreiche (eigene) Konzeption von Ausstellungen erarbeitet werden. Der Kurs findet als Kombination aus theoretischer Reflexion und Feldforschung teils an der Uni Erlangen und teils an den Ausstellungsorten im Gespräch mit den Kurator/inn/en statt. Die Teilnehmer/innen erhalten privilegierte Einblicke in mehrere deutsche Lehr- und Forschungseinrichtungen  und lernen wichtige kulturelle Zentren Deutschlands kennen. Erwartet wird die Übernahme eines Referates zu einem der angesprochenen Forschungsschwerpunkte.

Der Studienkurs steht hochqualifizierten Studierenden im Master- bzw.  Promotionsstudium offen. Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch. Übernommen werden die Kosten für An- und Abreise (bis zum DAAD-Maximalsatz) sowie Reise- und Unterbringungskosten innerhalb Deutschlands. Aussagekräftige Bewerbungen mit Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen und dem Empfehlungsschreiben eines Hochschullehrers schicken Sie bitte bis zum 30.6.2017 an:

Prof. Dr. Christina Strunck / Dr. Manuel Teget-Welz

Lehrstuhl für Kunstgeschichte

Schlossgarten 1

D-91054 Erlangen

kunstgeschichte-kontakt@fau.de

 

Prof. Dr. Anselm Schubert

Lehrstuhl für Neuere Kirchengeschichte

Kochstr. 4

D-91054 Erlangen

anselm.schubert@fau.de

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Reform and Reformation at the Museum: New Approaches to Luther 2017 

Museology workshop at the Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

(October 1-12, 2017)

In 2017, the 500th anniversary of the Reformation will be celebrated. The Reformation is a vital event of both German and European history whose long-term influence on religion, art and culture can still be observed till this day. In honor of this occasion, several large exhibitions will be staged in Germany, interpreting the Reformation in different ways in terms of its preconditions, transformational processes and consequences.

This provides an opportunity for curators, museologists, (art) historians and theologians to comparatively analyse the different exhibitions regarding their political and scholarly concepts in focus, interpretation and design. Is the Reformation seen primarily as a religious or a political event? How can complex historical interrelations be made comprehensible? How do the exhibitions relate to phenomena like secularism or religious radicalism in modern societies? What is the reformation’s significance for today’s political, cultural and religious discussions?

The topic “anniversary-exhibitions”, although of increasing importance, has rarely been subject to scholarly reflexion. The Museology Workshop is addressed to young scholars with intended careers as curators, (art) historians and theologians, who would like to work on the propagation and transfer of scholarly knowledge. In cooperation with renowned experts from universities and museums, the different exhibition concepts in Berlin, Coburg, Nuremberg, Wittenberg and Eisenach (Wartburg) will be scrutinized with the aim of developing successful concepts for own exhibitions. The workshop will combine scholarly reflexion and fieldwork both at Erlangen University and at the exhibitions, where discussion with the curators will take place. The participants will gain privileged insight into several German academic and cultural institutions. They are expected to present a paper on the subject of the workshop.

The workshop is open to highly qualified master- and PhD-students. The course will be conducted in both German and English. At minimum, all participants should possess sufficient German to read course materials and understand lectures and discussions.  All travel costs (from the home institution) to Erlangen up to the maximum amount allowed by DAAD will be reimbursed.  In addition, lodging and associated travel costs within Germany during the course will be fully covered.

Please send applications with a motivation letter, curriculum vitae, testimonials and letter of reference before June 30, 2017 to

Prof. Dr. Christina Strunck / Dr. Manuel Teget-Welz

Schlossgarten 1

D-91054 Erlangen

kunstgeschichte-kontakt@fau.de

 

Prof. Dr. Anselm Schubert

Chair for Church History

Kochstr. 4

D-91054 Erlangen

anselm.schubert@fau.de