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UE Gabe und Gegengabe

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.

  • Mi 10:00-12:00, Raum TSG U1.028 ICS

Inhalt

Weihnachten naht – die Zeit des Schenkens und Beschenktwerdens. Und damit etliche Fragen: Was soll ich schenken? Freut sich die oder der Beschenkte? Ist das Geschenk passend, ausreichend, oder gar kränkend? Kann ich das Geschenk annehmen? Erwartet die schenkende Person eine Gegengabe? Das Motiv des Schenkens und Beschenktwerdens spielt in der christlichen Tradition eine besondere Rolle. Das Empfangen und Sich-Beschenken-Lassen stellt einen zentralen theologischen Topos dar: das Leben als Geschenk Gottes, Jesu Tod ‚für uns’, die Rechtfertigung sola gratia. Gleichzeitig scheint mit der Gabe der Gedanke der Verpflichtung verbunden, etwa zu Dankbarkeit oder zu einem sinnvollen Umgang mit Gaben und Begabungen. Schließlich führt die Gabe zu Fragen der Reziprozität des Schenkens und der Erwartungen, die mit einem Geschenk verbunden sind. Wir werden uns im Seminar aus praktisch-theologischer Perspektive mit den vielfältigen Fragen des Schenkens und Beschenktwerdens auseinandersetzen. Dabei nähern wir uns – ausgehend von interdisziplinären Theorieansätzen – einer theologischen Hermeneutik des Schenkens an: Wie prägt die Idee von Gabe und Gegengabe Alltag und Kultur, aber auch, als theologisches Sprachspiel, die religiöse Kommunikation? Studierende aus den Lehramtsstudiengängen sowie dem Masterstudiengang „Ethik der Textkulturen“ sind herzlich willkommen!

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 20