Jonathan Jakob Böhm

Kontakt

Theologisches Seminargebäude

Kochstraße 6 , Raum: 0.006

91054 Erlangen 

jonathan.boehm@fau.de 

Tel.: +49 9131 85-26506 

Sprechstunde nach Vereinbarung.


Zur Person

Akademische Ausbildung
 01/2022 – 03/2026Promotionsstudium im Fach Geschichte Israels/Altes Testament an der Humboldt-Universität zu Berlin (Betreuer: Prof. Dr. Dr. Bernd U. Schipper)
2024 – 2025Diverse Fortbildungen: Erwerb des Berliner Zertifikats für Hochschullehre, Teilnahme am Lehrkurs Archäologie des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes 
 08–12/2022Visiting Fellow am Department for Near Eastern Languages and Civilizations, Harvard University, Cambridge (MA)
 10/2015 – 10/2021Studium der Evangelischen Theologie (Magister Theologiae) und Antiken Kulturen (Bachelor of Arts) an der Humboldt-Universität zu Berlin, Dormitio-Abtei Jerusalem und Georg-August-Universität Göttingen
09/2014 – 08/2015Volontariat an der Evangelischen Erlöserkirche Jerusalem
03/2014Abitur am Theresianum Gymnasium Mainz 
Beruflicher Werdegang
seit 10/2025Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Altes Testament II (Theologie) (Prof. Dr. Reettakaisa Sofia Salo), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
 09/2023 – 09/2025Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte Israels in der altorientalischen Welt (Prof. Dr. Dr. Bernd U. Schipper) und Congress Secretary des 25. Kongresses der International Organization for the Study of the Old Testament, Humboldt-Universität zu Berlin
 2022–2023Teilnahme an den archäologischen Ausgrabungen auf dem Tell Keisan (Israel)
 10/2019 – 03/2021Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Altes Testament (Prof. Dr. Reinhard Müller), Georg-August-Universität Göttingen
 07/2016 – 03/2019Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Geschichte Israels in der altorientalischen Welt (Prof. Dr. Dr. Bernd U. Schipper), Humboldt-Universität zu Berlin

  • Egypt and the Southern Levant in the Persian Period, in: B.U. Schipper / R. Kade / J. Cross, Routledge Handbook of Egypt and the Hebrew Bible, im Druck.
  • Egypt and the Kingdoms of Israel and Judah, in: B.U. Schipper / R. Kade / J. Cross, Routledge Handbook of Egypt and the Hebrew Bible, im Druck.
  • Das Ideale Heiligtum. Das ägyptische Buch vom Tempel und die biblischen Heiligtumstexte (Ex 25–31.35–40) im religionsgeschichtlichen Vergleich, in: A. Verbovsek / E. Hemauer / A. Herzberg-Beiersdorf (Hg.), Diskurs: Akteur – Gegenstand – Beziehungen. Beiträge des elften Berliner Arbeitskreises Junge Aegyptologie, Wiesbaden 2023, 75–88.  
  • Der Pentateuch als Kompromissprodukt zwischen Garizim und Jerusalem. Aktuelle Bestandsaufnahme einer Forschungsthese, in: S. Alkier (Hg.), Konstellationen antiker Tempelwirtschaft. Neue Perspektiven auf den Tempel am Garizim, den Jerusalemer-Tempel und das Artemision in Ephesos (Beyond Historicism 2), Paderborn 2022, 58–84.
  • Art. Garizim, Heiligtum, in: Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (www.wibilex.de), 2019.
  • „Tief ist der Brunnen der Vergangenheit“. Jesu Dialog mit einer Samaritanerin am Jakobsbrunnen in Joh 4,4–26 vor dem Hintergrund der Geschichte zweier nachexilischer palästinensischer JHWHismen, Salzburger Theologische Zeitschrift 23/2 (2019), 248–277.

  • Geschichte und Religionsgeschichte Israels in nachexilischer Zeit
  • Kulturkontakte und Kulturtransfers in der Südlevante
  • Archäologie der Südlevante
  • Textgeschichte der Hebräischen Bibel

11/2025Kongressreisestipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes
12/2024 + 10/2019Stipendien des Deutschen Palästinavereins zur Teilnahme an den Palästina-Kursen
01/2022 – 08/2023Promotionsstipendiat des Einstein-Center Chronoi 
10/2021Auszeichnung mit dem Armin-Schmitt-Preis für biblische Textforschung 
08/2018 – 04/2019Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes
02/2016 – 09/2021Stipendiat des Evangelischen Studienwerks Villigst

Forschung

Die Dissertation erforscht die ägypto-levantinischen Beziehungen in der Zeit des 6.–4. Jh.s v. Chr. unter Anwendung des Modells der Kontakträume (modifiziert nach C. Ulf). Dazu stellt sie den Forschungsergebnissen zu den aramäischen Dokumenten aus Ägypten erstmals auch den materiellen Befund für Kontakte mit Ägypten aus der Südlevante gegenüber. Ein besonderes Augenmerk gilt den unterschiedlichen Rezeptionsmodi ägyptischer Transfergegenstände sowie ihrer Verflechtung mit Elementen aus diversen kulturellen Kontexten.

 Die Auswertung dieser Quellen führt zu einem geographisch und chronologisch differenzierten Ergebnis: Geographisch wurden dichte Kontakträume durch die semi-autonomen Akteure des Fernhandels insbesondere an der Küste der Südlevante sowie entlang der Karawanenrouten im Süden konstituiert. Die Provinzen im zentralen Bergland partizipierten dagegen – in unterschiedlichem Ausmaß – nur mittelbar an diesen Kontakträumen. Chronologisch erreichten die Beziehungen im 4. Jh. einen Höhepunkt, als das ägyptische Kunsthandwerk nach Ende der ersten Perserherrschaft einen Aufschwung erlebte und die Pharaonen der 29.–30. Dynastie außenpolitisch aktiv auftraten.

Insgesamt leistet die Arbeit gleichermaßen einen Beitrag zur Archäologie der Südlevante und ihrer Kulturkontakte wie zur Religionsgeschichte des Alten Testaments und seiner Ägyptenrezeption.