
Kochstr. 6
91054 Erlangen
Telefon: 09281/67343
Fax: 09131/85-22034
- Studium der Theologie in Marburg, Oxford, Tübingen und München 1982-1988
- Studium des Koptischen 1984/85 bei Mark Smith, damals Oxford;
- Studium des Syrischen 1991/92 bei Peter Nagel, damals Halle (Saale).
- 1997 Promotion zum Dr. theol. an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg
- 2006 Habilitation an der Theologischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
- Seit dem Sommersemester 2007 PD an der Theologischen Fakultät in Erlangen
- 2014 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor
- Dr. M. Westerhoff ist verheiratet und hat drei Kinder. Er dient als Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und ist seit 2011 Pfarrer an der Kreuzkirche in Hof.
- Osterlachen – das Motiv des betrogenen Todes bei Ephraem, einem koptisch-manichäischen Psalm und im koptischen “Buch der Auferstehung”. In: Behlmer, Heike, Ute Pietruschka und Frank Feder (Hrsg.), Ägypten und der Christliche Orient. Peter Nagel zum 80. Geburtstag, Wiesbaden 2018 (Texte und Studien zur Koptischen Bibel Bd. 1), 321-333.
- Afrems Trinitarische Skizzen, in: Bruns, Peter und Thomas Kremer (Hrsg.), Studia Syriaca. Beiträge des IX. Deutschen Syrologentages in Eichstätt 2016, (Eichstätter Beiträge zum Christlichen Orient Bd. 6), Wiesbaden 2018, 213-229.
- Schwimmen lernen – Spiritualität des 4. Jahrhunderts nach Christus im syrischen „Buch der Stufen“. In: Clasen, Winrich C.-W. und W. Peter Schneemelcher, Mittelmeer-Passagen. Ein Lese- und Bilderbuch. Gisela Fuchs zum 75. Geburtstag, Rheinbach 2018, 113-120.
- Did the Author of the Book of Steps Understand Paul?. In: Heal, Kristian S. and Robert A. Kitchen (eds.), Breaking the Mind. New Studies in the Syriac “Book of Steps”, Washington, D.C. 2014 (CUA Studies in Early Christianity), 119-127.
- Das Bild vom Staat im Liber Graduum.
In: van Oort, J. ; Hesse, O. (Hrsg.) : Christentum und Politik in der Alten Kirche.
Leuven / Walpole, Ma : Peeters, 2009, (Patristic Studies Bd. 8), S. 25-33. – ISBN 978-90-429-2165-8(BibTeX)
- Das Paulusverständnis im Liber Graduum.
Berlin/New York : Walter de Gruyter, 2008
(Patristische Texte und Studien Bd. 64) (BibTeX) - »[…] die hellenischen Herzen, die unter euch sind« – Schenute und die Hellenen in seinem Traktat Contra Origenista.
In: Vashalomidze, S.G. ; Greisiger, L. (Hrsg.) : Der Christliche Orient und seine Umwelt. Gesammelte Studien zu Ehren Jürgen Tubachs anlässlich seines 60. Geburtstags.
Wiesbaden : Harrassowitz, 2007, (Studies in Oriental Religions Bd. 56), S. 87-96. (BibTeX) - Zur Paulus-Rezeption im Liber Graduum: der Apostel als Vorbild.
In: Tamcke, Martin (Hrsg.) : Syriaca. Zur Geschichte, Theologie, Liturgie und Gegenwartslage der syrischen Kirchen. 2. Deutsches Syrologen-Symposium (Juli 2000, Wittenberg).
Münster : LIT Verlag, 2000, (Studien zur orientalischen Kirchengeschichte Bd. 17), S. 253-259. (BibTeX) - Auferstehung und Jenseits im koptischen »Buch der Auferstehung Jesu Christi, unseres Herrn«.
Wiesbaden : Harrassowitz, 1999
(OBC Bd. 11) (BibTeX) - Die Hymnen im koptischen »Buch der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus« (Liber Bartholomaei).
In: Beltz, W. ; Tubach, J. (Hrsg.) : Zeit und Geschichte in der koptischen Frömmigkeit bis zum 8. Jahrhundert. VIII. Internationale Koptologentagung (15.-18. Mai 1998).
Halle/Saale : Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 1998, (Hallesche Beiträge zur Orientwissenschaft Bd. 26), S. 97-117. (BibTeX) - Westerhoff, Matthias (Bearb.) ; Studer, Basil:
Trinity and Incarnation.
Edinburgh : T & T Clark, 1993 (BibTeX)
(für die aktuellen Lehrveranstaltungen vgl. die Übersicht über die Veranstaltungen am Lehrstuhl auf der Lehrstuhlhomepage – dort finden sich auch ausführliche Lehrveranstaltungskommentare)
HS: Hauptseminar Ältere Kirchengeschichte
Grunddaten
| Titel | HS: Hauptseminar Ältere Kirchengeschichte |
|---|---|
| Turnus des Angebots | Unregelmäßig |
| Semesterwochenstunden | 2 |
Parallelgruppen / Termine
Bereits im Neuen Testament werden unterschiedliche Standpunkte zu Ehe und Sexualität formuliert. Einerseits wird die Forderung nach sexueller Enthaltsamkeit und Ehelosigkeit erhoben, andererseits wird mit Verweis auf die Schöpfungsordnung Kritik an asketischen Tendenzen geübt. Von Anfang an genießen Asketinnen und Asketen hohes Ansehen in den Gemeinden; zugleich werden elitäre Rigoristen abgewiesen, die das asketische Ideal zur Norm für alle Christen erheben wollen. Vor diesem Hintergrund werden Stellung und Bedeutung von Ehe und Sexualität für ein christliches Leben intensiv diskutiert. Im Seminar werden wir diesen vielstimmigen Diskussionen nachgehen. Dabei wird auch zu fragen sein, welche Geschlechterrollen in ihnen vorausgesetzt bzw. formuliert werden und ob das frühe Christentum Eheverständnis und Sexualmoral seiner Umwelt transformiert hat. Ziel des Seminars ist es, einerseits die zum Teil wirkmächtigen Positionen antiker christlicher Autoren historisch-kritisch einzuordnen und andererseits die Potentiale der antiken Diskussionen für gegenwärtige Debatten auszuloten.
1. Parallelgruppe
| Semesterwochenstunden | 2 |
|---|---|
| Verantwortliche/-r |
Prof. Dr. Charlotte Köckert |
LIteraturhinweise:
H. Crouzel, Art. Ehe V (Alte Kirche), TRE 9 (1993), 325–330; P. Veyne, Die Familie und die Liebe in der frühen Kaiserzeit, in: Ders., Die römische Gesellschaft, München 1995, 81–122; D.G. Hunter, Marriage and Sexuality in Early Christianity, Minneapolis 2018; P. Brown, Die Keuschheit der Engel. Sexuelle Entsagung, Askese und Körperlichkeit im frühen Christentum, München 1994. Weitere Literatur und Quellentexte werden im Seminar genannt bzw. auf StudOn bereitgestellt.
| Zeitpunkt | Startdatum - Enddatum | Ausfalltermin | Durchführende/-r | Bemerkung | Raum |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich Mo, 16:00 - 18:00 | 13.04.2026 - 13.07.2026 | 13.04.2026 25.05.2026 |
|
06201.U1.023 |
Ü: Übung zu Texten und Themen der Älteren Kirchengeschichte
Grunddaten
| Titel | Ü: Übung zu Texten und Themen der Älteren Kirchengeschichte |
|---|---|
| Kurztext | UE: ÄKG |
| Turnus des Angebots | Unregelmäßig |
| Semesterwochenstunden | 2 |
Parallelgruppen / Termine
Origenes, der große Kirchenvater des Ostens, stand in verschiedener Weise in Beziehung zu Juden und dem Judentum: Er hatte offenbar einen jüdischen Lehrer, auf den er sich bezieht, und konnte zumindest rudimentär Hebräisch; auch in seiner allegorischen Auslegung spielte das Judentum eine bedeutende Rolle. In der Übung werden ausgewählte Quellentexte gelesen, die diese Beziehung zwischen Origenes und den Juden behandeln. Kenntnisse des Griechischen und Latein sind hilfreich, werden aber nicht vorausgesetzt.
1. Parallelgruppe
| Semesterwochenstunden | 2 |
|---|---|
| Verantwortliche/-r |
Dr. Johannes Rensinghoff |
LIteraturhinweise: N. de Lange: Origen and the Jews. Studies in Jewish-Christian Relations in Third-Century Palestine, Cambridge 1976; A. Fürst: Judentum, Judenchristentum und Antijudaismus in den neuentdeckten Psalmenhomilien des Origenes, Adamantius 20 (2014), S. 275–287. Weitere Literatur wird in der Übung genannt.
| Zeitpunkt | Startdatum - Enddatum | Ausfalltermin | Durchführende/-r | Bemerkung | Raum |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich Di, 14:00 - 16:00 | 14.04.2026 - 14.07.2026 | 26.05.2026 |
|
06201.02.025 |
Der Spott des Erlösers über die Kirchenchristen, die
glauben, dass Jesus am Kreuz für sie starb, während die Weisen erlöst werden
„weil wir eine Erinnerung an den Vater in einem unaussprechlichen Mysterium
besitzen“, steht im „Zweiten Logos des großen Seth“ im 7. Band der
Nag-Hammadi-Codices. Die Geschichte der Entdeckung der „Bibliothek von Nag
Hammadi“ und ihr Weg in die wissenschaftliche Welt ist abenteuerlich: Auf der
Suche nach Natrium stießen Bauern im Dezember 1945 auf einen ein Meter hohen
Tonkrug, den sie zerschlugen und aus seinem Inneren dreizehn in Leder
gebundenen Papyrus-Kodizes bargen, die
aus der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts stammen. Sie sind in koptischer
Sprache abgefasst, sind aber Übersetzungen von Texten, die ursprünglich
griechisch abgefasst wurden und aus dem 2. und 3. Jahrhundert stammen. Mit der
Veröffentlichung der Texte wurde die Kenntnis der Gnosis bzw. eines heterodoxen
Christentums stark erweitert.
In Beziehung gesetzt wird die versteckte Bibliothek aufgrund
der örtlichen Nachbarschaft und der Hinweise auf Papyri in der Kartonage mit
einem Kloster der pachomianischen (Pachomius + 346) Gemeinschaft. Waren die
Bände Bestandteil der Klosterbibliothek und wurden sie versteckt, als
Athanasius im Jahre 367 durch seinen im 39. Osterfestbrief fixierten biblischen
Kanon die Lektüre apokryphe Schriften ausschloss?
Bei den 47 Texten handelt es sich um Gebete, Briefe,
Dialoge, Spruchsammlungen, Weisheitslehren, Homilien u. a. Am bekanntesten ist
das Thomasevangelium, ein gnostisches Spruchevangelium, von dem vorher nur
griechische Fragmente bekannt waren.
Gelesen
werden die Texte in deutscher Übersetzung. Zunächst wird ein Überblick geboten.
Sodann werden die Texte thematisch befragt, z. B. nach ihrer Christologie, der
Rolle der Frau, der Auseinandersetzung mit der Großkirche.
2. Parallelgruppe
| Semesterwochenstunden | 2 |
|---|---|
| Verantwortliche/-r |
apl. Prof. Dr. Matthias Westerhoff |
LIteraturhinweise:
Lit.: Kaiser, Ursula Ulrike, Bethge, Hans-Gebhard (Hrsg.),
Nag Hammadi Deutsch. Studienausgabe 3. Auflage Berlin/Boston 2013
| Zeitpunkt | Startdatum - Enddatum | Ausfalltermin | Durchführende/-r | Bemerkung | Raum |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich Mo, 14:00 - 15:30 | 13.04.2026 - 13.07.2026 | 25.05.2026 | 06201.02.025 |